Studienkurzberichte

suchen

Jahr

Erstautor

Titel

2017
N. v. Bracht
Stromversorgung Belgiens im Falle eines Kernenergieausstieges

N. v. Bracht, P. Baumanns

Stromversorgung Belgiens im Falle eines Kernenergieausstieges

Die belgische Elektrizitätsversorgung beruht zu großen Teilen auf Kernenergie. Insbesondere die Blöcke Doel 3 und Tihange 2 stehen jedoch aufgrund wiederholter Störungen besonders im Aachener Raum im Zentrum politischer und gesellschaftlicher Diskussionen. Im Rahmen der Studie wurde deshalb untersucht, inwiefern der geplante Kernenergie-ausstieg im Jahr 2025 oder sogar ein vorzeitiger, teilweiser oder vollständiger Kernenergieausstieg im Jahr 2020 in Belgien möglich ist. Hierzu wurden verschiedene Szenarien sowohl zur markt- als auch zur netzseitigen Versorgungssi-cherheit Belgiens untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass zumindest eine Abschaltung der Blöcke Doel 3 und Tihange 2 zum Jahr 2020 möglich scheint. Darüber hinaus scheint ein vollständiger Ausstieg zum Jahr 2025 unter Berücksichtigung möglicher zusätzlicher Maßnahmen im Kraftwerkspark und Netz beherrschbar.

Downloadanfrage
2017
L. Skiba
Untersuchung der Rückwirkungen von Selfbalancing auf den grenzüberschreitenden Abruf von Regelenergie

L. Skiba, A. Maaz

Untersuchung der Rückwirkungen von Selfbalancing auf den grenzüberschreitenden Abruf von Regelenergie

Um Regelleistung möglichst effizient und kostengünstig beschaffen zu können, wird die Ausgestaltung des Regelleis-tungsmarkts kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Dazu gehörten in den letzten Jahren die gesteigerte Zu-sammenarbeit der ÜNB, die Verkürzung der Ausschreibezeiträume und andere Maßnahmen. Neben den bereits be-schlossenen Änderungen werden stets auch neue Konzepte der Regelung auf ihren Nutzen hin untersucht. Ziel dieser Studie war es daher, ein Modell zur Untersuchung des Einflusses von regelzonenübergreifendem Selfbalancing zu implementieren und unterschiedliche Anreizmöglichkeiten des Selfbalancings zu untersuchen. Besonderer Fokus lag dabei auf Wirkzusammenhängen in Systemen mit Regelzonen unterschiedlicher Erzeugungsstruktur und regelzonen-übergreifendem Regelleistungsabruf. Die Ergebnisse erlaubten einen tieferen Einblick in die Mechanismen eines stark angereizten Selfbalancings und in einen regelzonenübergreifenden Regelleistungsmarkt.

Downloadanfrage
2017
A. Maaz
Bewertung eines europäischen PSKW-Zubaus unter Berücksichtigung von Prognosefehlern

A. Maaz, N. v. Bracht

Bewertung eines europäischen PSKW-Zubaus unter Berücksichtigung von Prognosefehlern

In Folge der begrenzten Prognostizierbarkeit der Einspeisung aus Solar- und Windenergieanlagen, stellt der zeitgleiche Ausgleich von Erzeugung und Nachfrage das europäische Elektrizitätsversorgungssystem vor große Herausforderungen. Hierbei führen Flexibilitätseinschränkungen dazu, dass der verbleibende Prognosefehler in der Regel mithilfe des untertäglichen Handels durch den Einsatz von flexiblen fossil-befeuerten Kraftwerken und hydraulischen Kraftwerken sowie durch die Aktivierung von Regelenergie ausgeglichen wird. Das Ziel dieser Studie ist somit die kostentechnische Bewertung des Ausgleichs von Prognosefehlern in zukünftigen Erzeugungssystemen sowie die damit verbundene Untersuchung des systemischen Mehrwertes zusätzlicher Pumpspeicherkraftwerke.

Downloadanfrage
2017
J. Sprey
Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende

J. Sprey, T. Bongers, K. Geschermann, M. Sieberichs

Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende

„Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ ist ein Förderprogramm des Bundesministe-rium für Wirtschaft und Energie. Im Mittelpunkt stehen intelligente Netze, die in Zukunft flexibel auf die fluktuierende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien reagieren können. Dazu werden in fünf ausgewählten Schaufensterregio-nen intelligente Netze und innovative Netztechnologien entwickelt und erprobt.

Downloadanfrage
2017
A. Fehler
Designetz: Von Einzellösungen zum effizienten System der Zukunft

A. Fehler, K. Geschermann, P. Mann, J. Sprey

Designetz: Von Einzellösungen zum effizienten System der Zukunft

Im Schaufenster Designetz sollen Lösungen entwickelt werden, um dezentral bereitgestellte Energie aus Wind und Sonne für die Versorgung von Lastzentren zu nutzen. Dazu wird die markt-, netz- und systemdienliche Nutzung von Flexibilität in den drei Schaufensterregionen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland untersucht und im Realbetrieb demonstriert. Das IAEW entwickelt im Rahmen des Projektes Simulationsverfahren zur Ermittlung einer optimalen Flexibilitätsnutzung für den Markt, das Netz und das System unter gesamtwirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Downloadanfrage
2017
T. Bongers
enera: Der nächste große Schritt der Energiewende

T. Bongers, M. Sieberichs, M Maercks, J. Sprey, M. Wahl

enera: Der nächste große Schritt der Energiewende

Im Schaufenster enera soll durch technisches Nachrüsten von Erzeugern, Verbrauchern und Speichern sowie durch neuartige Betriebsmittel das Energiesystem flexibilisiert werden. In einer Modellregion im Nordwesten Deutschlands, welche sich bereits heute als regeneratives Großkraftwerk präsentiert, wird demonstriert, wie durch eine umfassende Digitalisierung und Flexibilisierung den zentralen Herausforderungen der Energiewende begegnet werden kann. Dazu adressiert enera die drei Schwerpunkte: Netz, Markt und Daten. Netzseitig wird dabei das Projekt mit Modellentwick-lungen und Simulationen durch das IAEW begleitet.

Downloadanfrage
2017
J. Lichtinghagen
Auswirkungen von Blindleistungsmanagementkonzepten auf das Verteilnetz der CKW AG

J. Lichtinghagen, M. Sieberichs

Auswirkungen von Blindleistungsmanagementkonzepten auf das Verteilnetz der CKW AG

Die steigende Anzahl und Leistung dezentraler Erzeugungsanlagen führt in einer Vielzahl an Verteilungsnetzen zu einem signifikanten Netzausbaubedarf [1]. Auch die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) steht vor der Herausforde-rung, in ihrem Netz zukünftig vermehrt dezentrale Erzeugungsanlagen zu integrieren und das Netz gleichzeitig kostenef-fizient zu betreiben. Durch eine Blindleistungsbereitstellung der dezentralen Erzeugungsanlagen lassen sich in der Regel Spannungshaltungsprobleme und somit auch der resultierende Netzausbaubedarf verringern. Gleichzeitig hat die Blindleistungsbereitstellung durch dezentrale Erzeugungsanlagen Auswirkungen auf die Wirkleistungsverluste sowie die Blindleistungsbilanz der Verteilnetze. In dieser Studie wurde daher eine methodische Vorgehensweise entwickelt und angewendet, welche auf Basis stochastisch modellierter Netze die verschiedenen Auswirkungen einer Blindleistungsbe-reitstellung von dezentralen Erzeugungsanlagen auf die Verteilnetze bestimmt. In exemplarischen Untersuchungen werden für unterschiedliche Netzgebiete die Auswirkungen verschiedener Blindleistungsmanagementkonzepte quantifi-ziert und miteinander verglichen.

Downloadanfrage
2017
J. Kellermann
Bewertung von Standorten für eine elektrische Ladeinfrastruktur anhand ihrer Lage zum Stromnetz

J. Kellermann, J. Sprey

Bewertung von Standorten für eine elektrische Ladeinfrastruktur anhand ihrer Lage zum Stromnetz

Aktuelle politische Entscheidungen streben eine verstärkte Nutzung der Elektromobilität in Deutschland und Europa an. Um dem häufig kritisierten Punkt der begrenzten Reichweite von Elektrofahrzeugen zu begegnen, ist eine entsprechend leistungsfähige Ladeinfrastruktur entlang der Hauptverkehrswege in Deutschland erforderlich. Diesem Bedarf trägt das „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ zur Förderung des Ausbaus einer Ladeinfrastruktur in Deutschland mit einem Gesamtvolumen von 300 Mio. Euro Rechnung. Die Wahl der Standorte für Schnellladestationen mit hohem Leistungsbe-zug ist dabei neben dem Verkehrsaufkommen auch von der Verfügbarkeit der elektrischen Netzinfrastruktur geprägt. Um eine Bewertung und Priorisierung von Autobahntankstellen und Rasthöfen als Standorte für die Errichtung einer elektrischen Ladeinfrastruktur zu ermöglichen, werden in der bearbeiteten Studie verschiedene öffentlich zugängliche Datenquellen aufbereitet und miteinander verknüpft. Aufbauend auf dieser Datenbasis wird eine Bewertungsmethode erarbeitet, in der verschiedene Zielfunktionen für eine Priorisierung von Standorten ausgewertet werden können. In den durchgeführten Untersuchungen werden 500 Standorte in Deutschland bewertet und priorisiert.

Downloadanfrage
2017
M. Sieberichs
Praktische Aspekte bei der Ausgestaltung der Schnittstelle Markt-Netz im Verteilnetz

M. Sieberichs, J. Lichtinghagen, J. Perner

Praktische Aspekte bei der Ausgestaltung der Schnittstelle Markt-Netz im Verteilnetz

Die zunehmende Netzintegration von dezentralen Erzeugungsanlagen als auch die zukünftig vermehrte Nutzung von Elek tromobilität rufen einen Transformationsprozess der Energieversorgung hervor. Denn durch die veränderte Netznutzung wird es zukünftig insbesondere in der Verteilnetzebene zu Netzsituationen kommen, welche die Netzsicherheit gefähr-den. Um auch weiterhin einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb zu gewährleisten, stellen neben dem konventio-nellen Netzausbau zukünftig auch Flexibilitätsoptionen, wie das Erzeugungs- und Lastmanagement eine ernstzunehmen-de Handlungsoption der Netzbetreiber dar. Da Netznutzer üblicherweise ihre Flexibilität an anderen Märkten vermarkten oder zur Eigenverbrauchsoptimierung nutzen, steht die Bereitstellung von netzdienlichen Flexibilitäten in Konkurrenz zu bereits vorhandenen Opportunitäten. Der aus diesem Nutzungskonflikt entstehende Koordinationsbedarf von Flexibilitä-ten ist Grundlage der vorliegenden Studie für das Bundesamt für Energie (BFE). Ziel der Studie war es, die bereits in vorangegangenen Studien für das Bundesamt für Energie entwickelten Koordinationsmodelle weiterzuentwickeln und organisatorische sowie regulatorische Aspekte der Umsetzung zu beleuchten. Zur Beurteilung der Handlungsoptionen der Koordinationsmodelle und deren Ausgestaltung wurden zunächst Zielkriterien definiert anhand derer Handlungs-empfehlungen zur weiteren Ausgestaltung der Regularien abgeleitet wurden.

Downloadanfrage
@