NEMO VII: Begleitung der BNetzA bei der Bestätigung des Netzentwicklungsplans 2030 (2019)

02.06.2020
 

Im Prozess des Netzentwicklungsplans (NEP) 2030 (2019) unterstützt das IAEW als unabhängiger Gutachter die Bundesnetzagentur (BNetzA) bei der Prüfung der von deutschen Über­tragungsnetzbetreiber (ÜNB) vorgeschla­genen Netzausbaumaßnahmen. Die Aufgabe des IAEW ist es, die von den ÜNB angewendeten Modell- und Verfahrensansätze auf ihre Eignung zu prüfen sowie die quantitativen Untersuchungsergebnisse der ÜNB auf Basis eigener Modelle und Verfahren nachzuvollziehen. Die Ergeb­nisse werden im unten verfügbaren Gutachten veröffentlicht und von der BNetzA bei ihrer Prüfung der Netzausbaumaßnahmen mitberücksichtigt.

Im Verlauf des Projekts und Gutachtens wurden verschiedene Schritte durchlaufen. Im Gutachten sind sowohl eine Betrachtung der methodischen Ansätze als auch eine Gegenüberstellung der Simulationsergebnisse von Gutachter und ÜNB sowie Ergebnisse der Bewertungen von Netzausbaumaßnahmen enthalten. Zunächst prüfte das IAEW die Modellierung der energiewirtschaftlichen Szenarien. Ein besonderer Fokus lag auf der erstmaligen Berücksichtigung der flussbasierten Marktkopplung, des sog. Flow Based Market Coupling (FBMC). Anschließend erfolgte die Bewertung einzelner Netzausbaumaßnahmen u. a. anhand von Wohlfahrtsänderungen am Markt, Redispatchbedarfen und CO2-Einsparungen. Ein Fokus lag dabei auf der Untersuchung vorgeschlagener Interkonnektoren von Deutschland nach Schweden, Großbritannien, Belgien, Frankreich und in die Schweiz, auf vorgeschlagenen, innerdeutschen HGÜ-Verbindungen, (Ad hoc) Phasenschiebertransformatoren (PST) sowie auf zwei durch die ÜNB vorgeschlagenen Netzboosterprojekten in den Netzgebieten von TenneT sowie von Amprion und TransnetBW.