Energiemärkte

Kontakt

Name

Marius Siemonsmeier

Gruppenleiter Energiemärkte

Telefon

work
+49 241 80 97622

E-Mail

E-Mail
 

Die fortschreitende Energiewende sowie die Stärkung des europäischen Strombinnenmarktes sind Treiber einer anhaltenden Veränderung des Energiesystems. Der rasant steigende Anteil fluktuierender Einspeisung aus Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien, der Rückgang konventioneller Stromerzeugungsanlagen sowie neuartige Verbraucher und Speicher beeinflussen dabei das Geschehen auf Großhandels- und Regelleistungsmärkten beispielsweise im Hinblick auf Kraftwerkseinsätze, Marktpreise und den Austausch elektrischer Energie zwischen Gebotszonen. Darüber hinaus ergeben sich durch die angestrebte Kopplung der verschiedenen Energiesektoren neue Einflüsse und gegenseitige Abhängigkeiten. Herausforderungen stellen hierbei unter anderem die Integration dezentraler und sektorenkoppelnder Anlagen sowie die Angemessenheit regulatorischer und ökonomischer Anreize zur Sicherstellung einer effizienten Energieversorgung dar.

Fokus der Forschungsgruppe Energiemärkte ist daher die Modellierung, Simulation und Bewertung des europäischen Energiesystems aus der Sicht der Energiemärkte. Dabei werden volks- und betriebswirtschaftliche Fragestellungen untersucht. In betriebswirtschaftlichen Untersuchungen werden ertragsmaximierende Optimierungen zur Bestimmung der Erlöse von Anlagenportfolios auf Strommärkten genutzt. Ein zentrales Element volkswirtschaftlicher Untersuchungen ist die deterministische oder stochastische Simulation und Bewertung zentraler, über NTC oder flussbasiert gekoppelter europäischer Gebotszonen. Dabei wird detailliert die Einspeisung zentraler und dezentraler erneuerbarer, konventioneller und sektorenkoppelnder Stromerzeugungsanlagen sowie neuartiger, konventioneller und flexibler Verbraucher ermittelt. Einer besonderen Bedeutung kommt auch der Berücksichtigung lokaler Energiemärkte zu. Dabei spielt neben der Flexibilität zunehmend auch die räumliche Verteilung von Anlagen sowie Rückwirkungen des resultierenden Übertragungs- oder Verteilnetzbetriebs auf das Marktgeschehen eine Rolle. Ergebnisse der Analysen können Marktpreise, Wohlfahrtsbewertungen oder Kraftwerks- und Speichereinsätze sein, welche wiederrum zusätzlich für nachfolgende betriebswirtschaftliche Bewertungen oder Netzanalysen nutzbar sind.

Zentrale Forschungsthemen

  • Volks- und betriebswirtschaftliche Bewertung von Kraftwerkseinsätzen und Marktergebnissen
  • (Flussbasierte) Simulation des europäischen Strombinnenmarktes
  • Bestimmung von Einsätzen zentraler und dezentraler Anlagen unter Berücksichtigung technischer Restriktionen
  • Abbildung dezentraler, neuartiger, sektorenkoppelnder und flexibler Anlagen und Verbraucher sowie lokaler Marktkonzepte
  • Bewertung regulatorischer und ökonomischer Anreize zur Integration (dezentraler) Anlagen und des europäischen Strombinnenmarktes

Abschlussarbeiten der Gruppe EM