Beeinflussung

  Beispielhafte Anordnung unterschiedlicher Systeme. Urheberrecht: IAEW

Durch den parallelen Verlauf von Drehstromkreisen und anderen Infrastrukturen, wie beispielsweise Bahnstromkreisen, Gasrohrleitungen und Kommunikationsleitungen kann es zu unerwünschten elektromagnetischen Beeinflussungen kommen. Gerade in aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Betriebsströme im Normalbetrieb durch die Verwendung von Hochtemperaturleiterseilen oder Freileitungsmonitoring ergeben sich für bestehende Trassen neue Fragestellungen bezüglich der Einhaltung zulässiger Grenzwerte im Sinne der elektromagnetischen Beeinflussung. Das IAEW verfügt über ein Verfahren, mit dem anhand der Betriebsströme und -spannungen im Normalbetrieb oder Fehlerfall eine quasistationäre Beeinflussungsuntersuchung zur Überprüfung der Einhaltung zulässiger Grenzwerte durchgeführt werden kann. Grundlage des Verfahrens ist die Abbildung der kapazitiven und induktiven Beeinflussung über Koppelkapazitäten bzw. Koppelinduktivitäten. Diese werden auf Basis der geometrischen Anordnung der verschiedenen Leiter sowie der elektrischen und magnetischen Eigenschaften der drei Stoffgebiete Leiter, Luft und Erdboden bestimmt.

Referenz:

Bewertung der Erdschlusskompensation im 110-kV-Bahnstromnetz bei zunehmender Trassenbündelung und Verkabelung, Dr. J. Lichtinghagen, ABEV Aachener Beiträge zur Energieversorgung, 2018